Biblio - Verlagsverzeichnis 1998
ISBN 3-7648-0187-5
Die angezeigten Bände sind lieferbar. Weitere Bände werden nicht mehr erscheinen.
Herausgegeben und kommentiert von H. Bleckwenn. XVIII, 425 S. mit 9 Taf. Osnabrück 1973. Geb. ISBN 3-7648-0788-1 DM 260,-Die Bekleidung der altpreußischen Armee wurde nach 1713 zentral geregelt, und zwar zunächst durch allgemeine Vorschriften, ab 1725 durch ,,Ökonomie-Reglements" - von Regiment zu Regiment besonders ausgefertigt und bis 1753 mehrfach neu aufgelegt. Was sich davon erhielt, wurde in diesem Band gesammelt. Weitere einschlägige Dokumente der Zeit vor 1725 und nach 1786 wurden herangezogen, um eine generell lückenlose Folge brandenburgisch-preußischer Ausrüstungsvorschriften zu geben.
Eine längere Einführung von H. Bleckwenn würdigt die grundlegende Bedeutung der Militär-Ökonomie für den Neubau des preußischen Staates.
ISBN 3-7648-0790-3
ISBN 3-7648-0993-0 DM 210,-Der berufene Fachmann hat an Büchern und aus Zeitschriften fast 6000 literarische Quellen zum Thema belegt, die er zunächst sachlich geordnet anführt nach Truppengattungen, Formationen, Einrichtungen und Orten. Eine längere Einführung und ein alphabetisches Register mit etwa 3000 Stichworten bzw. Namen erheben die umfangreiche Arbeit zu einem ebenso nützlichen wie praktikablen Nachschlagewerk.
ISBN 3-7648-0716-4 DM 190,-Während C. Jany die Stammliste der Armee kommentiert, würdigt H. Bleckwenn die Abbildungen der Fahnen und Monturen als frühen umfassenden Bildbeleg der militärischen Tracht überhaupt und als Ausdruck altpreußischen Stilwillens speziell.
ISBN 3-7648-0791-1 DM 220,-Außer den Feldzeichen zeigt das Blatt jeder Truppe nun mit vier oder fünf Figuren die Uniformen aller Dienstgrade, - auch der Tambours! Gegenüber 1729 sind die Muster durchweg stark verändert; sie bestimmen das Bild der Armee in den beiden Schlesischen Kriegen, das einzelner Regimenter noch bis 1806.
Die Farbtafeln werden auf Muster für die einzelnen Waffengattungen beschränkt, um auch diesem Band bei mäßigem Preis eine weite Verbreitung zu sichern.
Die Tafeln wurden wieder auf kolorierfähigem, dünnem Karton gedruckt.
ISBN 3-7648-0793-8 DM 1280,-Hunderte von zeitgenössischen Quellen wurden herangezogen, einschließlich exakter Auszüge aus inzwischen vernichteten Originalen. So ließen sich auch für die diffizilsten Einzelheiten aus der Fülle der Überlieferungen erster Hand noch das ,,Richtige" oder zumindest das ganz überwiegend Wahrscheinliche darstellen, unter Würdigung der Quellenlage im Text.
Für die einzelne Einheit bringen je zwei Tafeln die Uniformen aller Grade, die Fahne und ,,besondere Stücke" der betreffenden Truppe. Angaben über Chefs, Garnisonen, Ergänzung, Errichtung, Kriegsbeteiligung 1756/62 und Verbleib werden mit einem speziellen Urteil über Charakter und Bewährung jeder Einheit beschlossen, - aus zeitgenössischer Sicht, wie nach heutigen Erwägungen. Die Folge stellt ein unvergleichlich präzises Dokument dar zum Bild jener Armee, die den preußischen Staat sieben Jahre lang gegen die Großmächte des Kontinents erfolgreich verteidigte.
ISBN 3-7648-0794-6 DM 920,-Parallel zum Infanterie-Band sind 52 Farbtafeln den Kürassieren und Dragonern, 28 den Husaren und Bosniaken gewidmet. Dabei werden die Kavallerie-Tafeln gegenüber Kling, Bd. 2, wesentliche Punkte (Feldzeichen u. a.) ergänzen, andere gelegentlich korrigieren. Dagegen ist die Husaren-Serie die erste bildliche Gesamtdarstellung überhaupt, die sich ausschließlich auf Primärquellen stützt; seit Jahrzehnten wurden unzählige Einzelheiten und Varianten gerade für diese Truppengattung mit besonderer Sorgfalt archiviert und zu einem Gesamtbild vereint.
ISBN 3-7648-0795-4 DM 920,-Über den beiden schlachtentscheidenden Hauptwaffen sollen diejenigen nicht vergessen sein, die das Heer entlasteten und erhielten, als der Kampfstil im Siebenjährigen Kriege immer mehr zur Ermattung und Zermürbung herabsank: eine laufend verstärkte Artillerie stützte in der Schlacht die ,,delabrirten" Regimenter und für die Intervalle zwischen den großen Aktionen wuchsen Zahl und Bedeutung der in jeder Beziehung ,,bunten" Freitruppen. Auch das stille Funktionieren aller rückwärtigen Dienste war eine Voraussetzung des Durchhaltens; ihre äußere Erscheinung - vom Generalstab bis zum Fuhrknecht - wird hier erstmals umfassend dargestellt.
ISBN 3-7648-0796-2 DM 650,-Bde. 2 + 3 vom Programm abgesetztDer Band gibt die generelle Entwicklung der einzelnen Uniform- und Ausrüstungsstücke der Infanterie 1713-1806 und bildet damit den Rahmen für unsere Detaildarstellungen der einzelnen Formationen 1729, 1737 und 1753/86 (siehe oben Teil III, Band 1-3).
ISBN 3-7648-0994-9 DM 320,-Die erstmalige Behandlung des Themas geht von einem Realbestand auf Burg Forchtenstein/Burgenland aus, der dem zeitgenössischen Bild- und Urkundenmaterial gegenübergestellt wird; alle bekannten Zelt-Typen kommen zu exakter graphischer Darstellung.
Den stets in Betracht gezogenen soziologischen und ökonomischen Gesichtspunkten kommt im Abschnitt ,,Lager" besonderes Gewicht zu.
ISBN 3-7648-1030-0 DM 580,-Teil A: Bilder und Kommentare. VII, 175 S. und 120 Taf. mit 314 Abb. sowie 3 Farbtaf.
Teil B: Textband. XXII, 300 Seiten.
Die intensiven Vorarbeiten des Verfassers führten zu Ergebnissen, die das bisher Bekannte weitgehend in Frage stellten. Die Folge war - außer einer erheblichen Verzögerung des Bandes - eine völlig neue Darbietungsweise: nunmehr führt Teil A als Bildband mit ausführlichen Legenden den Leser zunächst auf die Realien und zeitgenössische Bildzeugnisse zurück; erst Teil B bringt das neue wissenschaftliche System der altpreußischen Phaleristik.Teil A und B werden nur geschlossen abgegeben.
ISBN 3-7648-1073-4 DM 190,-Die ,,Stifter", also die Dom- und Kollegiatstifte der preußischen Monarchie berühren das Heerwesen durch die Tatsache, daß dem König eine erhebliche Anzahl ihrer ,,Praebenden" zur Belohnung verdienter Offiziere zustand. Darüber hinaus waren weitere Offiziere als ,,Domherren" eingekauft, so daß auf ihren Portraits die verschiedenen Insignien nur allzuoft Rätsel aufgeben. Diese Vereinigungen waren zum Teil bisher fast unbekannt, ihre Zahl deshalb unterschätzt; der fachkundige Bearbeiter des Themas konnte sich bei seinen Forschungen auf ein bisher ungedrucktes Manuskript von Gritzner stützen, dessen Rechte der Verlag zu diesem Zweck erwarb. Die Stifter werden nach ihrer Geschichte dargestellt, soweit möglich mit Listen der Mitglieder; die Insignien füllen die Farbtafeln.
ISBN 3-7648-1037-8 DM 420,-Bde. 9 + 10 vom Programm abgesetztGestützt auf die Forchtensteiner Bestände und sorgfältige Nutzung der erhaltenen Archivalien gelingt nicht nur eine für die Frühzeit erstmalige, äußerst eingehende Darstellung auch der Modelle: aus Museen und Privatsammlungen kommen auch seltene Typen der späteren Zeit zum Teil erstmals zu genauer Kenntnis und breiter fotografischer Dokumentation. Wissen und Forschung gewinnen für dieses Gebiet eine völlig neue Grundlage.
ISBN 3-7648-1192-7 DM 280,-Ein Blick ins Inhaltsverzeichnis zeigt die vielfältigen Bemühungen um brandenburgische Seegeltung: Erste Flotte (Hille) / Zweite Flotte (Raule) / Schiffbau in Brandenburg-Preußen / Datenliste der Schiffe 1650-1725 / Handelskompanien / Groß-Friedrichsburg und Umgebung / Arguin / Schiffstypen im 17.-18. Jhdt. / Leben an Bord / Navigation / Schiffsartillerie / Kampftaktik / Die Emdener Kompanie 1752 / Das Stettiner Armament 1758-1762 / See-Defension 1790-1807.
Die Liste belegt zugleich die weitgreifende Gestaltung der historischen Fakten wie das Verständnis des Verfassers für die Bedürfnisse des Laien, der sich einer Fülle marinetechnischer Details gegenübersieht. Das Bildmaterial bringt deshalb neben Schiffen, Häfen, kolonialen Forts u. ä. auch Abbildungen, welche diese Fachbegriffe erläutern, - nach Möglichkeit aus erster Hand.
Belegt werden zugleich die Ursachen und Umstände, an denen die maritimen Ambitionen so vieler Mittel- und Kleinstaaten des 17./18. Jahrhunderts gescheitert sind. Die späteren preußischen Bemühungen bleiben - auf begrenzte Ziele gerichtet - sporadisch, interessieren jedoch zusätzlich als Streiflichter auf Kriegsführung und Politik eines Staates, der sich den Problemen seiner Küsten nicht entziehen kann, auch wenn seine Mittel kontinental gebunden sind.
ISBN 3-7648-1031-9 DM 250,-Die Notenfaksimiles eines umfangreichen zeitgenössischen Konvoluts der Landesbibliothek Darmstadt bieten einen umfassenden Überblick über die preußische Heeresmusik des 18. Jahrhunderts. Das Material enthält jene verschiedenen Melodien, die bei den einzelnen Regimentern zu den gleichmäßig vorgeschriebenen Rhythmen gespielt wurden, als Märsche oder als jene marschähnlichen Weisen, die den militärischen Tageslauf von der Reveille bis zur Scharwacht begleiteten.
Ebenso willkommen wie das Material selbst ist der einführende Text des fachkundigen Bearbeiters; er behandelt, - mit zahlreichen Illustrationen - das Musikwesen des altpreußischen Heeres, aus dem sich unsere moderne Militärmusik entwickelte.
Teil VI vom Programm abgesetzt
ISBN 3-7648-1035-1 DM 450,-Von den Rohstoffen und ihrer Bearbeitung ausgehend werden die textilen Materialien beschrieben - unter kritischer Sichtung altüberlieferter Begriffsverwirrung - sowie Schnitt und Form der einzelnen Uniformstücke.
Ein zweiter Teil behandelt die Administration. Dabei wird das preußische System den im übrigen mitteleuropäischen Bereich geübten Methoden gegenübergestellt; neues urkundliches Material belegt zu diesem Zweck die Beschaffungspraxis bei Reichs-Ständen, in Österreich und in einigen deutschen Mittel- und Kleinstaaten.
ISBN 3-7648-0998-1 DM 160,-Die Handschrift wurde kurz nach dem Siebenjährigen Kriege verfaßt, dann aber noch fast 20 Jahre lang - bis zum Tode des Herzogs - nachredigiert und vervollständigt. Für die letzten Abschnitte der Heeres- und Kriegsgeschichte spricht der Herzog als hervorragend beteiligter Augenzeuge; die Übersicht der einzelnen Regimenter geht vom Anhaltiner Material aus, führt aber die Angaben der Dessauer Spezifikation über ein weiteres halbes Jahrhundert fort.
Einzigartige Bedeutung kommt der Schilderung der Kriegsereignisse in Pommern 1757-1763 zu: der hartnäkkige Widerstand dieser Provinz im Sinne des organisierten, auf Festungen gestützten Kleinkrieges erweist sich als typisches Vorspiel der parallelen Vorgänge 1807.