Biblio - Verlagsverzeichnis 1998
ISBN 3-7648-0719-9
Die Reihe BIBLIOTHECA RERUM MILITARIUM macht im fotomechanischen Nachdruck Quellen und Darstellungen zur Militärgeschichte und Militärwissenschaft wieder zugänglich, die in Fragestellung, Blickrichtung und Methode bis zum heutigen Tage richtungsweisend geblieben sind. Die Reihe vermittelt das notwendige Grundlagenwissen für eine vertiefte Behandlung der Militärgeschichte und ihrer vielgestaltigen Probleme. Die Bibliotheca ist dabei grundsätzlich nicht allein historisch-antiquarisch orientiert, sondern weist mit ihrem Programm und der Art der Kommentierung unmittelbar in die Gegenwart.
ISBN 3-7648-0153-0 DM 420,-
Diese umfassende methodische Enzyklopädie aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts handelt den gesamten militärischen und gesellschaftlichen Bereich des zum Kriegsdienst bestimmten jungen Mannes ab. Die Erfahrungen der Kriege Ludwig XIV. und des Nordischen Krieges sind verarbeitet.
ISBN 3-7648-0154-9 DM 76,-Lorenz von Stein hat die Funktion, Organisation und rechtliche Stellung des Heerwesens im konstitutionellen Staat seiner Zeit systematisch und prinzipiell behandelt. Die von ihm entwickelten grundlegenden Begriffe und Unterscheidungen für die Erfassung der Struktur des Heerwesens und seiner rechtlichen Ordnung, seine Einsichten in den Zusammenhang von Heeresordnung und Staatsverfassung geben dem Werk über seine militärgeschichtliche Bedeutung hinaus eine bleibende Aktualität.
ISBN 3-7648-0155-7 DM 110,-Die Kriegskunst des sogenannten Pseudo-Maurikios, entstanden Ende des 6. Jahrhunderts n. Chr., gehört zu den Grundwerken byzantinischer Militärwissenschaften, die in der Heeresreform der Oranier (1590-1600) praktisch verwertet wurden. Die byzantinische Militärwissenschaft als Bewahrerin griechischer und römischer militärischer Erfahrungen, bildet eine der Grundlagen des modernen Militärwesens in Europa.
ISBN 3-7648-0156-5 DM 138,-Waffen können Geschichte machen. Preußen erkannte - schon 100 Jahre vor dem Zündnadelgewehr - im ,,Füsil", der neuen Steinschloßflinte, eine entscheidende Stärkung seiner Machtmittel: Zum ersten Male seit Jahrhunderten genügte wieder die Waffenwirkung der Infanterie, sich auch in freiem Feld und in beweglicher Formation gegen Kavallerie zu behaupten. War die Zeit des Soldatenkönigs die Schule dieser Truppen, ehe sie Weltgeschichte machten, so ist das hier im Reprint vorgelegte Reglement ihre Fibel, nach der sie vierzehn Jahre lang für das Examen des Krieges übten.
ISBN 3-7648-0157-3 DM 640,-Für die rechts- und kulturgeschichtliche Rekonstruktion des Militärwesens, insbesondere des 17. Jahrhunderts, ist dieses Werk durch die Fülle des darin gebotenen Materials eine einzigartige Quelle. Darüber hinaus ist der ,,Lünig" ein Spiegelbild auch der allgemeinen Geschichte jener Zeit.
Band 6: Bingham, John: The Art of Embattailing an army or, the second part of Aelians Tacticks. Containing the Practice of the best Generals of all Antiquitie, concerning the formes of Battailes, wherein all motions requisite to be used in a Battaile both for offence and defence are fully expressed. Necessary and usefull for all Martiall Spirits, that desire to have knowledge in the Art Military. Englished and illustrated with Figures and Observations upon every Chapter. Reprint of the edition London 1631. Ca. 160 p. with nummerous maps and plates. Kl. Folio. Osnabrück 1968. With introduction (in german) by. W. Hahlweg. Cloth.
ISBN 3-7648-0158-1 DM 248,-Band 7: Jähns, Max: Militärgeschichtliche Aufsätze. Zusammengestellt und eingeleitet von U. von Gersdorff. XX, 329 Seiten. Osnabrück 1971. Geb.Der britische Truppenoffizier Captain John Bingham übersetzte in seiner Garnison die ,,Taktik" des Griechen Aelian ins Englische und versah diese Übersetzung mit einem ausführlichen sachkritischen Apparat. Dieses zeitgenössische Standardwerk über die Heeresreform der Oranier ist ein anschauliches Beispiel für die Rezeption antiker militärwissenschaftlicher Überlieferung.
ISBN 3-7648-0160-3 DM 78,-1. Die Kriegskunst als Kunst. In: ,,Grenzboten" 1874 und ,,Geschichtliche Aufsätze". Berlin 1903, S. 97-130.
2. Die Schlacht von Pavia am 24. Februar 1525, das ,,Sedan" des 16. Jahrunderts. In: ,,Grenzboten" 1874 und ,,Geschichtliche Aufsätze", S. 224-300.
3. Zur Geschichte der Kriegsverfassung des Deutschen Reiches. In: Preußische Jahrbücher 1877, Bd. 39, S. 1-28, 113-140, 443-490, Bd. 40, S. 500-528.
4. Caesars Kommentarien und ihre literarische und kriegswissenschaftliche Folgewirkung. In: Beiheft 7 zum ,,Militär-Wochenblatt", Berlin 1883, S. 343-386.
5. Das Militär-Wochenblatt von 1816-1876. In: Beihefte zum ,,Militär-Wochenblatt", Berlin 1876, S. 287-304.
6. Vergleich der strategischen Einleitung des böhmischen Feldzuges von 1866. In: ,,Militär-Wochenblatt" 1867, Heft 39, Sp. 361-364.
Wegen Fragestellung, Blickrichtung und Materialfülle sind die Aufsätze dieses gelehrten Offiziers noch lange nicht überholt. Max Jähns war einer der ersten, der Militärgeschichte nicht ausschließlich in ihrer kriegerischen Auswirkung verstanden wissen wollte, sondern in seinen Arbeiten auch die damit verflochtenen politischen, wirtschaftlichen, technischen und kulturellen Faktoren einbezog.
Band 8: Brialmont, Henry Alexis: La défense des états et la fortification à la fin du XIXe siècle. 2 vols. Réimpression de l'édition de Bruxelles 1895. Texte: XLV, 349 p., gr. 8¡. Atlas: 17 planches pliantes, fol. Osnabrück 1967. Avec introduction (en anglais) par Ch. Duffy. Toile. ISBN 3-7648-0161-1 DM 220,-Der belgische Generalleutnant Henri Alexis Brialmont (1821-1903). Sohn eines Offiziers der napoleonischen Armee, gehört zu den hervorragendsten Festungsbaumeistern und Militärschriftstellern (Festungsbauwesen, Kriegsgeschichte, Politik) des 19. Jahrhunderts. In der Praxis ist er namentlich durch die Anlage der Befestigung von Antwerpen hervorgetreten.
ISBN 3-7648-0164-6 DM 72,-
ISBN 3-7648-0165-4 DM 98,-
ISBN 3-7648-0166-2 DM 46,-In der Frühzeit der modernen Infanterie war die Fahne der Kompagnie noch ebensosehr Wahrzeichen wie farbenfrohes Attribut militärischer Prachtentfaltung. Die schwere und sehr angesehene Kunst, diese kurzgestielte Fahne von oft riesigen Dimensionen zu schwingen, lebt heute noch fort in der Fertigkeit eines guten ,,Tambourmajors", seinen Stock taktmäßig zu wirbeln und zu werfen.
ISBN 3-7648-0167-0 DM 98,-Fedorows Buch über die Entwicklung der Infanteriefeuerwaffen ist ein Werk von hohem Rang in der neueren Waffenliteratur. Es mag in einzelnen Ausführungen im sachlich-beschreibenden Bereich durch Zeitgebundenheit überholt sein. Von bleibendem Wert sind jedoch die dort gegebene Betrachtungsweise, die Methode, Theorie und Praxis zweckvoll miteinander in Übereinstimmung zu bringen, sowie die dokumentarischen Unterlagen, die der Verfasser den einschlägigen russischen Archiven entnahm. In seiner Art besitzt das Werk Fedorows, das damit nach wie vor Aktualität beanspruchen darf, wenigstens in Deutschland kein modernes Gegenstück.
ISBN 3-7648-0168-9 DM 90,-Noch ehe die Lineartaktik in ihrer letzten friderizianischen Ausprägung triumphiert hatte, ahnten militärische Partner das Ende dieser komplizierten Formen und suchten neue Wege zum militärischen Erfolg: neben den Kolonnen Folards, dem Streit um ,,Ordre mince ou profond" griff man auf die Formen des ,,kleinen Krieges" zurück, den die großen effektvollen Aktionen geschlossener Infanterieverbände wohl überstrahlt, aber nie ersetzt hatten. Die Lehren Grandmaisons behaupteten bis in die Napoleonische Zeit hinein ihre Bedeutung.
Für den Historiker wie für den Soldaten eine zuverlässige zeitgenössische Quelle zur deutschen Geschichte der Jahre 1918 bis 1921, ursprünglich nur in kleinster Auflage gedruckt.
Aus Elzes Schriften, die alle vergriffen sind, wurden für den Nachdruck ausgewählt: das Kapitel über ,,Das Deutsche Heer von 1914" aus dem Buch ,,Tannenberg". Diese kurzgefaßte Darstellung vermittelt eine klare Anschauung von dem Gefüge und der Artung der Armee vor und bei Beginn des Ersten Weltkrieges. Sie bietet zugleich die feste Grundlage für die weitgespannte Studie ,,Der strategische Aufbau des Weltkrieges 1914-1918", die hier ebenfalls nachgedruckt wird.
ISBN 3-7648-0171-9 DM 180,-Mit diesem Reglement wurde für lange Zeit eine verbindliche Ausbildungsvorschrift für den kaiserlichen Militärdienst geschaffen.
ISBN 3-7648-0172-7 DM 78,-Ranglisten sind Quellen erster Ordnung zur Formationsgeschichte der Heere; sie registrieren laufend die Veränderungen in der Organisation der Armeen wie in der Belegung oder der Wahl der Standorte ihrer einzelnen Truppenkörper. Ranglisten, die nicht zuletzt den Zwecken genealogischer Forschung dienen, stellen darüber hinaus eine Fundgrube für das Studium der sozialen Struktur des Offizierskorps einer bewaffneten Macht dar.
ISBN 3-7648-0173-5 DM 78,-
Lorenz von Stein und Gustav Ratzenhofer waren die ersten, die in systematischer Weise die Zusammenhänge zwischen Staat und Heer sowie zwischen Staatsverfassung und Wehrverfassung darzustellen versuchten. Dadurch sind sie als Militärschriftsteller, Historiker und Soziologen gleichermaßen von Bedeutung.
ISBN 3-7648-0174-3 DM 240,-
Die ,,Beiträge zur Technik und Geschichte der Handwaffen und Maschinengewehre" sind Nachdrucke von Aufsätzen, die ab 1940 in verschiedenen Zeitschriften erschienen sind. Sie dienen der Erweiterung unserer Kenntnis über die ältere und neuere Bewaffnung der Streitkräfte in der jüngsten Vergangenheit.
ISBN 3-7648-0175-1 DM 440,-Vol. 1: Contenant l'histoire détaillée de la Campagne de Jules-César en Espagne contre les Lieutenants de Pompée, avec des preuves et des observations. 432 p. avec 7 pl. pl.
Vol. 2: Contenant la suite de l'histoire détaillée de la Campagne de Jules-César en Espagne contre les Lieutenants de Pompée. 388 p. avec 6 pl. pl.
Vol. 3: Contenant I. L'histoire des Légions de César. II. Une Dissertation sur l'année Romaine avec un Journal des principaux évènemens arrivés dans les quatre dernières années avant la réforme du Calendrier par César. III. Les Cestes de Jules Africain, traduits pour la première fois d'un Manuscrit Grec. 395 p. avec 1 pl. pl.
Vol. 4: Contenant la défense des Mémoires Militaires sur les Grecs les Romains contre les Recherches d'Antiquites Militaires du Chevalier de Lo-Looz. 397 p. avec 3 planches pliantes.
Guichard ist ein Musterbeispiel des vielseitig gebildeten und interessierten Cavaliers internationaler Prägung, den das 18. Jahrhundert in so vielen Spielarten hervorgebracht hat. Auch in seiner - recht zufallsbedingten - militärischen Karriere verleugnet er den ,,homme de lettres" nicht; mit seinem hier erneut vorgelegten Werk reihte er sich in den taktisch-historischen Meinungsaustausch über antike Militärschriftsteller, den seine Zeit pflegte, in so scharfsinniger Weise ein, daß der Große König ihn als Offizier zu sich rief, um ihn als geistreichen Gesellschafter in seiner Umgebung zu behalten.
ISBN 3-7648-0177-8 DM 420,-Jähns hat auch hier die grundsätzlichen Fragestellungen zwischen Krieg, Frieden und Kultur, zwischen taktischen, ökonomischen sozialen und politischen Bedingungen der Kriegsorganisation und -führung systematisch aufgenommen. Indem er neben der literarischen Überlieferung gleichermaßen Überreste aller Art wie Waffen, Rüstungen und Befestigungen als Erkenntnismittel heranzieht, geht er weit über das hinaus, was Historiker und Militärschriftsteller seiner Zeit zu berücksichtigen pflegten.
ISBN 3-7648-0178-6 DM 240,-Das im 16. Jahrhundert erwachte Interesse an der byzantinischen Kriegskunst führte zur Herausgabe der Taktik Kaiser Leos durch Meursius mit der lateinischen Übertragung von John Chekes. Wahrscheinlich regte Wilhelm Ludwig von Nassau, der Leos Werk sehr schätzte, die Ausgabe an. In der leontinischen Taktik sah er ein Gegengewicht gegen die Erneuerung der polybianischen, die Moritz von Oranien bevorzugte.
ISBN 3-7648-0180-8 DM 175,-Auch in der Militärgeschichte werden saekuläre Entwicklungen gelegentlich allzuspät in ihrer wahren Bedeutung erkannt und gewürdigt. So erwies sich erst relativ spät, daß die Kriegsereignisse des 18. Jahrhunderts nicht nur über die innerdeutschen Verhältnisse und über die Verteilung der kolonialen Welt entschieden haben, sondern zugleich den so schwerwiegenden Eintritt Rußlands in die geschichtliche Entwicklung Europas bedeuteten.
Der Blick in die frühen Dienstvorschriften der russischen Armee läßt uns Ausbildung und Funktion eines Heeres erkennen, das eine Generation später im Siebenjährigen Kriege gegenüber den sieggewohnten preußischen Truppen eine überlegene Standfestigkeit bewahrte. Die dem Volkscharakter entsprechende Ausprägung seiner besonderen soldatischen Eigenschaften hat von da an Gesicht und Schicksal Europas entscheidend mitbestimmt.
ISBN 3-7648-0181-6 DM 48,-Diese kleine Schrift Scharnhorsts, bestimmt für den Unterricht an den preußischen Kriegsschulen, schrieb er neben dem dritten Band des Handbuches der Artillerie. Sie umfaßt zwei Abschnitte über die Schuß-, Wurfweite und Wirkung des groben Geschützes und des kleinen Gewehrs. Das Büchlein ist heute sehr selten geworden.
ISBN 3-7648-0184-0 DM 1080,-
Tempelhof nahm die Übersetzung der Darstellung Lloyds zum Ausgangspunkt seiner eigenen großen Arbeit. Sie ist das erste klassische Werk über den Siebenjährigen Krieg bis zum Erscheinen des Generalstabswerks in den zwanziger Jahren. Wegen seiner neuen Form von Kriegsgeschichtsschreibung, vor allem hinsichtlich der Quellenauswertung und Darstellung, ist der ,,Tempelhof" von besonderem wissenschaftsgeschichtlichem Interesse.
ISBN 3-7648-0840-3 DM 38,-
Die hier erstmals veröffentlichte Rangliste von 1808 ist möglicherweise die erste amtliche Zusammenstellung von Offiziersnamen und Truppenteilen aus der ersten Phase des Neuaufbaus der preußischen Armee nach dem Tilsiter Frieden. Sie erweist sich als eine Quelle von Rang zur früheren Formationsgeschichte der neupreußischen Armee, weil sie gerade die Anfangs- und Übergangszeit vom alten zum neuen Status fixiert und Kontinuität und konsequenten Neuordnungsprozeß im Bereich der Streitkräfte erkennen läßt.
ISBN 3-7648-0841-1 DM 146,-
"Historische Beispiele machen alles klar und haben nebenher in Erfahrungswissenschaften die beste Beweiskraft. Mehr als irgendwo ist dies in der Kriegskunst der Fall. Der General Scharnhorst, welcher in seinem Taschenbuche über den eigentlichen Krieg am besten geschrieben hat, erklärt die historischen Beispiele für das wichtigste in dieser Materie, und er macht einen bewundernswürdigen Gebrauch davon" (Clausewitz).
ISBN 3-7648-0843-8 DM 48,-
Die Erfahrungen, die der Erzherzog in den Feldzügen von 1796 und 1799 gesammelt hatte, fanden in dieser Studie ihren Niederschlag. Er gehört wie Clausewitz zu den großen Kriegstheoretikern seiner Zeit, dessen Wirkung auch als Reformator und Reorganisator für die österreichische Armee nicht hoch genug eingeschätzt werden kann.
Von Wallhausens sechsteilig geplantem Kompendium der Kriegswissenschaften erschienen nur die drei Teile über Infanterie, Kavallerie und Artillerie. Das vorliegende Werk stellt eine Zusammenfassung des ursprünglich geplanten Kompendiums in Form eines kurzgefaßten Handbuchs dar. Fast die Hälfte des Werks nehmen die ,,Taffeln" ein, systematische Übersichten die eine Zusammenfassung des Kriegswissens der Zeit geben.
Das Freitagsche Werk ist der Kanon der für das 17. Jahrhundert so wichtigen niederländischen Befestigungskunst. Seit dem Erscheinen sprach man von ihr als der ,,Freitagschen Manier", die in ganz Europa angewendet wurde.
ISBN 3-7648-0846-2 DM 88,-Die autonome, bevölkerungsmäßig, politisch und ökonomisch weitgehend nach den Niederlanden orientierte Stadt Danzig an der Mündung der Weichsel war namentlich im 17. Jahrhundert eine reiche Handelsstadt mit eigener Regierung und einem hochentwickelten Kriegswesen zur Erhaltung ihrer Selbständigkeit. Man hat in Danzig Festungswerke geschaffen, die zu den bedeutendsten im damaligen Europa gehörten. Das Werk des preußischen Majors Hoburg beschreibt diese Festungswerke aufgrund umfassender archivalischer Studien unter Beigabe anschaulicher, in ihrer Art einmaliger dokumentarischer Pläne. Es darf allgemein als ein Standardwerk zur Geschichte der neuzeitlichen Festungsbaukunst gewertet werden.
ISBN 3-7648-0847-0 DM 380,-Auf Anregung des bei der Herausgabe des Werkes bereits verstorbenen Leutnants a. D. Ernst von Wedel stellt Claus von Bredow hier die Entwicklungsgeschichte der ehemaligen Königlich Preußischen Armee mit allen ihr an- und eingegliederten Deutschen Bundeskontingenten, der Königlich Bayerischen und Sächsischen Armeen und des Königlich Württembergischen Armeekorps sowie der militärischen Reichsbehörden und -Truppen dar. Durch die Zerstörung vieler Militärarchive im Zweiten Weltkrieg, insbesondere der Potsdamer Archive, besitzt der ,,Bredow-Wedel" heute Quellenwert.
ISBN 3-7648-0848-9 DM 520,-Die Berliner militärische Gesellschaft war vor 1800 Sammelpunkt der interessierten und gebildeten Offiziere des preußischen Heeres. Ihre Denkwürdigkeiten, ausschließlich für die Mitglieder der Gesellschaft bestimmt und fast die einzige Quelle über ihr Wirken, sind heute äußerst selten. Die fünf Bände enthalten Mitgliederlisten, Auszüge aus Sitzungsprotokollen, Rezensionen und militärwissenschaftliche Aufsätze, häufig preisgekrönte Antworten auf Anfragen der Gesellschaft, der Männer wie Scharnhorst, Valentini, Rauch, Rüchel, Massenbach u. a. angehörten. Die angeschnittenen Themen zeigen bereits Richtung und Ziel der späteren Heeresreform.
ISBN 3-7648-0849-7 DM 140,-
Diese Ausgabe wird ergänzt durch folgende Schrift:Aus dem Nachlasse von G. H. von Berenhorst. Herausgegeben von E. von Bülow. 2 Abt. Neudruck der Ausgabe Dessau 1845. XXVIII, 227 / VIII, 374 Seiten. Osnabrück 1978. Geb. in 1 Bd. Lwd.
ISBN 3-7648-0850-0 DM 140,-Berenhorsts ,,Betrachtungen", hier mit seinem von Bülow herausgegebenen Nachlaß veröffentlicht, waren bei Erscheinen eine Sensation auf dem Gebiet der Militärwissenschaften; sie beeinflußten die neuen taktischen Konzeptionen um die Wende zum 19. Jahrhundert nicht so sehr durch praktische Vorschläge, als vielmehr dadurch, daß sie für diese den Rahmen schufen. Indem Berenhorst das Heerwesen auf die Volkskraft und ihre Mobilisierung für den Krieg aufgebaut wissen wollte, entwarf er ein völlig neues Kriegsbild. Auf das liberale Bürgertum und später auf die Haltung der Sozialdemokratie zur Wehrfrage haben Berenhorsts Gedanken nachhaltig gewirkt. Sie waren im wahrsten Sinne des Wortes bahnbrechend.
ISBN 3-7648-0852-7 DM 132,-Die Rangliste von 1806 ist wie die Ranglisten von 1808 und 1812 (Band 30 und 18) eine militärgeschichtliche Quelle sui generis: Durch den Zusammenbruch des preußischen Staates und Heeres von 1806, der Auflösung der alten Armee im Gefolge der Katastrophe sowie der Neubildung der Streitkräfte nach dem Frieden von Tilsit und insbesondere aufgrund der Festsetzungen der Pariser Konvention vom 8. September 1806 konnten bis 1817 keine Ranglisten mehr gedruckt werden. So konnte auch die Rangliste von 1806 erst im Jahre 1828 herauskommen, dann allerdings mit den bis 1827 erfolgten Veränderungen.
ISBN 3-7648-0865-9 DM 110,-Nach 1815 war der spätere Feldmarschall v. Hess neben Radetzky einer der wenigen, die in Österreich aus den vorangegangenen Kriegen die nüchternen theoretischen und praktischen Erfahrungen zogen. Aus seinen Schriften gehen sehr deutlich die strategischen und operativen Probleme hervor, die Österreich aus seiner Stellung zwischen Preußen, Frankreich, Rußland und Italien erwuchsen. Die sehr zahlreichen Schriften überbrücken einen wesentlichen Teil des 19. Jahrhunderts und stellen den Zusammenhang zwischen den militärischen Gedankengängen der österreichischen Armee des Napoleonischen Zeitalters und jenen am Vorabend des Ersten Weltkrieges her.
ISBN 3-7648-0866-7 DM 240,-Das bekannte Buch von Grotius ,,mare liberum" war ursprünglich ein Kapitel aus dem größeren Werk über das Recht auf Beute. Der von Grotius verkündete Grundsatz von der Freiheit der Meere sollte die Generalstaaten im Kampf um ihre Privilegien in Ostindien gegen Portugiesen und Eingeborene rechtlich absichern. Die unpolitische und juristisch gründlichere Gegenschrift von Selden mit dem Titel ,,mare clausum", die Oliver Cromwell als Richtschnur diente, setzte sich nicht durch. Die Idee, daß das Meer mit seinen unerschöpflichen Vorräten allen zugänglich sein müsse, entsprach mehr und mehr den politischen Interessen der Seemächte, insbesondere Englands.
Gegenwärtig ergeben sich unter dem Stichwort ,,Nationalisierung oder Internationalisierung" der Ozeane und des Meeresbodens ähnliche Interessengegensätze. Da eine Rechtsordnung für den Meeresboden und zahlreiche Fragen der Nutzung des Meeres fehlt, verdienen die Gedanken von Grotius und Selden im Rahmen der Neuordnung des Seerechts mehr als nur historisch begründete Aufmerksamkeit.
ISBN 3-7648-0867-5 DM 240,-Die ,,Précis de l'art de la guerre" fassen die aus der Kriegsgeschichte und den napoleonischen Feldzügen abgeleiteten Lehren zusammen. Es ist das Verdienst des ,,devin de Napoléon", der Kriegswissenschaft einen starken Auftrieb verschafft und sie durch die Begriffe der ,,Initiative" und der ,,Operationslinien", insbesondere der ,,inneren" und ,,äußeren Linien", bereichert zu haben.
ISBN 3-7648-0933-7 DM 55,-Von Scharnhorst ging der entscheidende Einfluß für die Entwicklung der Militärgeschichte aus. So beschäftigte er sich eingehend mit dem Nutzen der militärischen Geschichte und kritisierte zugleich ihre Mängel. Sie sei oft ,,nichts weiter als ein an Wahrscheinlichkeit grenzender Roman". Der hier erstmals nach der Hs. faksimilierte Aufsatz selbst, sein sorgsamer Aufbau, die zahlreichen sich über ganze Absätze hinziehenden temperamentvollen Korrekturen, immer wieder abgeänderte Zusätze, das alles vermittelt ein ebenso lebendiges wie eindrucksvolles Bild von Scharnhorsts Denk- und Arbeitsweise.
Bemerkungen über die reine und angewandte Strategie des Herrn v. Bülow / Strategie aus dem Jahr 1804 mit Zusätzen von 1808 und 1809 / Historische Briefe über die Kriegsereignisse im Oktober 1806 / Denkschrift vom 25. August 1808 / Clausewitz an die Redaktion der ,,Allgem. Jenaischen Literatur-Zeitung" / Kriegswissenschaften I und II / Clausewitz an den Kronprinzen Friedrich Wilhelm, 29. 3. 1812 / Clausewitz an Oberstleutnant v. Tiedemann, 28. 6. 1812 / (Denkschrift) Das Wesentliche in der Organisation eines Landsturmes und einer Miliz. Anfang 1813 / Clausewitz-Dokumente über die Operationen im Frühjahr 1813. / Clausewitz an Scharnhorst 28. 5. 1813 / Ein ungenannter Militär an Fichte / Clausewitz über den Gedanken eines Ländertausches zur Verbindung der Ost- und West-Masse der Preußischen Monarchie / Ein kunsttheoretisches Fragment des Generals Carl von Clausewitz / Nachrichten über Preußen in seiner großen Katastrophe / Unsere Kriegsverfassung / Zwei Briefe an Carl Graf von der Gröben 4. 8. 1818, 26. 12. 1819 / Zwei Briefe des Generals von Clausewitz: Gedanken zur Abwehr / Promemoria über einen möglichen Krieg mit Frankreich / Betrachtungen über den künftigen Kriegsplan gegen Frankreich / Ein anonymer Brief Clausewitz` über die polnische Insurrektion von 1830/31 / Über das Leben und den Charakter von Scharnhorst / Briefe von Clausewitz über Gneisenaus Ende / Clausewitz an den preußischen Kronprinzen über Gneisenaus Tod / Clausewitz' Bericht über die Beerdigung Gneisenaus / Clausewitz über den Tod Gneisenaus.
ISBN 3-7648-1187-0 DM 98,-
Zu den zentralen Fragen des durch die Französische Revolution veränderten Verhältnisses von Staats- und Heeresverfassung gehört die nach einem neuen Wehrsystem. Im Gegensatz zu G.H.v. Berenhorst (vgl. Bd. 38), der ohne eine Veränderung der Staatsverfassung keine Verbesserung der Heeresverfassung sah, sind die ,,Betrachtungen" Deckens der Versuch, ohne gravierende Veränderungen der Staatsverfassung zu einer verbesserten Heeresverfassung zu gelangen. Decken, ein enger Freund und Mitarbeiter Scharnhorsts aus hannöverschen Tagen, entwickelt hier das Modell einer auf Werbung und Dienstpflicht beruhenden Militärverfassung, die bereits Elemente einer zukünftigen allgemeinen Wehrpflicht enthält. Diese Position als Verteidigungsschrift des spätabsolutistischen Militärsystems einerseits wie den moderaten Reformansätzen andererseits, geben den ,,Betrachtungen" eine herausragende Position in der allgemeinen Diskussion um das neue Verhältnis von Staats- und Heeresverfassung in Deutschland.
ISBN 3-7648-1262-1 DM 160,-
Alexander D.G.H. v. Zastrow (1801-1875) veröffentlichte im Jahre 1828 als junger Leutnant ein knappes Handbuch der Befestigungskunst. Einer erweiterten 2. Auflage (1839) folgte im Jahre 1854 die erneut erweiterte dritte mit knapp 500 Seiten und zahlreichen Grundrissen und Plänen. Diese Auflage erschien in einer Zeit, als das gesamte Fortifikationswesen durch die seit Napoleon veränderte Strategie und durch die Entwicklung der gezogenen Schußwaffen mit wesentlich größerer Reichweite, höherer Durchschlagskraft, besserer Treffgenauigkeit sowie der erheblichen Verbesserung des Pulvers völlig neue Überlegungen verlangte.Am Ende einer Epoche, die durch die großen Festungsbaumeister aus Italien und durch Speckle, Vauban, Coehoorn, Cormontaigne, Virgin, Montalembert und Carnot vertreten und die von einer konsequenten, stetigen Fortentwicklung der Festungsbaukunst gekennzeichnet ist, stellt Zastrow in einer historischen Rückschau diese Entwicklung in technischer und konstruktiver, das Taktische nicht aus den Augen verlierenden Hinsicht an Hand von 20 Plänen dar. Allein schon durch ihre hervorragende, die zeitgenössischen Stiche übertreffende Qualität geben diese Pläne im Zusammenhang mit einem präzisen, gut lesbaren Text Auskunft über das, was die bedeutendsten und richtungweisenden Ingenieure erdacht haben.
Die ,,Geschichte der beständigen Befestigung" erleichtert mit der kritischen Würdigung der Details das Studium dieser historischen Fortifikationsanlagen. Es erlaubt den diesen Bauobjekten heute gelegentlich ratlos gegenüberstehenden Ingenieuren, Architekten, Bauhistorikern, Denkmalpflegern und interessierten Laien, sich in die geschichtlichen und konstruktiven Gegebenheiten früherer Epochen hineinzudenken. Der Neudruck dieses wichtigen Werkes wird das Interesse und Verständnis an den uns überlieferten Baudenkmälern, ihren städtebaulichen Besonderheiten und ihrer historischen Bedeutung wecken und heben.
ISBN 3-7648-1272-9 DM 82,-
Die Rangliste der königlich bayerischen Armee für das Jahr 1811 ist in der Geschichte des bayerischen Heeres die erste gedruckte Veröffentlichung dieser Art. Sie ermittelt auf 212 Seiten ein anschauliches Bild von der Zusammensetzung, Gliederung und Stationierung des bayerischen Heeres. Sie gibt aber nicht nur den Stand der bewaffneten Macht wider, sondern informiert durch ihre Verzeichnisse, etwa der Ordensinhaber und Gefallenen, auch über die Kriege Bayerns und die Feldzüge des bayerischen Heeres im Zeitalter der französischen Revolution und Napoleons. Da die Rangliste rund ein Jahr vor dem Feldzug Napoleons gegen Rußland erschienen ist, in dem mit der Grande Armée auch die Masse des bayerischen Heeres vernichtet wurde, hat sie einen zusätzlichen dokumentarischen Wert. So stellt diese, von der einschlägigen Forschung bisher übersehene, Rangliste ein militärgeschichtliches Kulturdokument sui generis dar, ganz abgesehen von seinem informatorischen Wert.
ISBN 3-7648-1273-7 DM 68,-Aufgrund der vorgelegten Dokumente in Verbindung mit einer intensiven Beschäftigung mit Scharnhorst, setzt die vorliegende Edition einige neue Akzente. Dies bedeutet in gewissem Sinn eine Abkehr von der Schablone der bisherigen Publizistik, Scharnhorst primär als Reformer einzustufen. Die hier vorgelegte Schriftensammlung versucht, einen Scharnhorst lebendig zu machen, dessen Leben und Wirken sich durchaus nicht nur in der preußischen Reformzeit erschöpfte. War doch diese Tätigkeit Scharnhorsts nur vorübergehender Natur. Persönlichkeit und eigentliche Schöpferkaft Scharnhorsts müssen im Zusammenhang mit anderen, früheren Epochen begriffen werden.
Außerdem wirft der Sammelband zu seinem Teil neues Licht auf das menschliche und geistige Lehrer-Schüler Verhältnis Scharnhorst-Clausewitz. Beide bilden im Grunde eine Einheit mit Äußerungen wechselseitiger Befruchtung. Scharnhorsts Texte bringen die Grundlagen einer Militärtheorie, in der neben der Sache dienenden Reflexionen die Bedingtheiten der Praxis stimmen. Diese Darlegungen stehen methodologisch und in der Art des Erkenntnisprozesses wie der heutigen Reflexion in und über der Zeit. Scharnhorst führt methodisch und erkenntnismäßig mitten in Strukturen unserer Zeit.
ISBN 3-7648-1462-4 DM 240,-Die Ehrenrangliste spiegelt als letzte des alten Deutschen Heeres die militärische Organisation des kaiserlichen Deutschlands wider.
Friedrich-Christian Stahl, der frühere Leiter des Militärarchivs in Freiburg, hat diese Rangliste nach ihren Grundlagen und vielfältigen Perspektiven einer umfassenden Analyse unterzogen.
ISBN 3-7648-1791-7 DM 190,-Enthalten sind folgende Beiträge:
1. Organisation der Landwehr, Landwehr-Reserven und des Landsturms der Provinz Schlesien im Jahre 1813. (Beiheft zum Militär-Wochenblatt Mai und Juni, Berlin 1845, S. 397-420)
2. Errichtung der Landwehr und des Landsturms in Ostpreußen, Westpreußen, am rechten Weichsel-Ufer und in Lithauen im Jahre 1813. (Beiheft zum Militär-Wochenblatt Jan.-Okt. 1846, S. 1- 146)
3. Geschichte der Organisation der Landwehr in der Kurmark nebst den drei Vorpommerischen Kreisen in der Neumark im Jahre 1813 (Beiheft zum Militär-Wochenblatt, 1. u. 2. Quartal 1857, S. 1-166).
4. Geschichte der Organisation der Landwehr:
1. In dem Militair-Gouvernement zwischen Elbe und Weser,
2. In dem Militair-Gouvernement zwischen Weser und Rhein im Jahre 1813 und 1814. (Beiheft zum Militär-Wochenblatt 3. Quartal 1857, S. 1-108)
5. Geschichte der Organisation der Landwehr in Pommern und Westpreußen im Jahre 1813. (Beiheft zum Militär-Wochenblatt, 3. und 4. Quartal 1858, S. 1-190)
Zu den zentralen Bereichen der veränderten Staats- und Heeresverfassung Preußens nach der verheerenden Niederlage um 1806 gehört auch eine Reform des Wehrsystems. Mit der Errichtung der Landwehr entwickelt Preußen 1813 eine militärpolitische Lösung, die in den Wehrverfassungen der meisten europäischen Staaten erst im späten 19. Jahrhundert ihren festen Platz erhalten. Mit dem Postulat ,,daß ein jeder Bewohner des Staats ein geborener Vertheidiger desselben sei" (Scharnhorst) schafft Preußen die Voraussetzung für das Volk in Waffen. Das hier ausgebreitete Material - die Erarbeitung der Geschichte der Landwehr erfolgte auf Veranlassung des Kriegsministers v. Boyen - spiegelt zudem die wirtschaftliche und soziale Lage der preußischen Provinzen im Detail wider, da Aufbringung, Bewaffnung, Bekleidung und Ausrüstung der Landwehrverbände innerhalb der Landkreise - der organisatorischen Basis - im Detail aufgezeichnet sind. Damit wird ein wichtiges Dokument der preußischen Militärgeschichte wie auch der Landeskunde wieder zugänglich.
ISBN 3-7648-1792-5 DM 98,-Diese hier wieder vorgelegte im amtlichen Auftrag verfaßte Denkschrift war ursprünglich nur für den Dienstgebrauch bestimmt. Ebenso wie vor hundert Jahren war und ist die Stellung der Kirche zum Staat und das Verhältnis von Christ und Soldat eine theologisch umstrittene Frage. Dies belegt vor allem die gegenwärtige Diskussion über den Militärseelsorgevertrag, der zu einem kontroversen Hauptthema im laufenden Vereinigungsprozeß der Evangelischen Kirche in Deutschland geworden ist. Auch Richter sah sich in seiner Denkschrift vor die Aufgabe gestellt, eine Balance zwischen kirchlich-konfessionellen und militärischen Anforderungen, regionalen Strukturen und militärisch einheitlichen Prinzipien herzustellen. Der die Denkschrift begleitende Dokumentenanhang - es gibt nur noch ein einziges Exemplar hierzu - erschließt zudem bedeutendes Aktenmaterial zur Entwicklung der Militärseelsorge in Preußen seit 1692.
ISBN 3-7648-1793-3 DM 125,-1. Teil: Abschnitt 1-11 vom 1. 9. 1921 (DVPl. Nr. 487). IV, 250 Seiten. 1921.
2. Teil: Abschnitt 12-18 vom 20. 6. 1923 (H.Dv. 487) 359 Seiten mit Figuren. 1923. Einführung und Stichwortverzeichnis zu Abschnitt I-XVII. 1924.
Diese Dienstvorschrift für alle Waffengattungen entstand unter dem maßgeblichen Einfluß des Generals v. Seeckt. Anknüpfend an die Erfahrungen des vorangegangenen Krieges ist sie die erste Führungs- und Ausbildungsvorschrift, die versucht, ein neues Kriegsbild zu entwickeln und dabei den Schwerpunkt auf die bewegliche Gefechtsführung setzt. Zugleich setzt die Vorschrift ,,die Stärke, Bewaffnung und Ausrüstung des Heeres einer neuzeitlichen Großmacht als Grundlage an, nicht nur das nach dem Friedensvertrag gebildete deutsche 100 000-Mann-Heer" (Vorwort Seeckt). Die F.u.G. hat ganz wesentlich das taktische und operative Denken der militärischen Führer des II. Weltkrieges geprägt und zählt damit zu den Schlüsseldokumenten militärischen Führens.> SEECKT
Die Frage nach dem systematischen Zusammenhang und dem Gesamtbestand des Wissens einer Epoche, wie sie sich seit der Renaissance als Aufgabe der Enzyklopädie stellt, hat auch für das Militärwesen mit dem Aufkommen stehender Heere zunehmende Bedeutung erfahren. Insbesondere das Zeitalter der Aufklärung hat mit seinen zahlreichen Enzyklopädien und Lexika einen wesentlichen Beitrag zur Herausbildung einer Militärwissenschaft geleistet. Zu den wohl besten Lexika des 18. Jahrhunderts zählt der Eggers, von Scharnhorst noch 1782 als ,,dem vorzüglichsten aller vorhandenen militärischen Wörterbücher" gerühmt. Dem Lexikon ist ein Register aller französischen, lateinischen Fachwörter mit entsprechenden deutschen Erklärungen beigebeben.
Dieses 1769 erstmals in London erschienene Marinelexikon entwickelte sich sehr schnell zu dem klassischen Handbuch aller britischen Seeoffiziere. Bis 1830 vielfach erweitert und unter verschiedenen Herausgebern aufgelegt, ist es nicht nur ein Nachschlagewerk für nautische und technische Fragen der Marine, sondern gibt auch Auskunft über den Bau und die Ausrüstung von Segelschiffen wie auch über deren Gebrauch als Instrument des Krieges.