Biblio - Verlagsverzeichnis 1998
ISBN 3-7648-1158-7 DM 180,-Nach mehrjähriger Forschungsarbeit bietet dieses am Bensheimer Institut herausgebrachte Handbuch eine soziographische Erfassung der 1246 höchsten militärischen Chargen der deutschen Mittelstaaten im Zeitraum zwischen 1815 und 1870. Gegenstand sind Generäle von 18 Kontingenten - bearbeitet in 14 Auswertungseinheiten (fünf sächsisch-ernestinische als Thüringen zusammengefaßt), einschließlich der schleswig-holsteinischen Armee 1848-1851. Den Hauptteil bilden 402 Bayern, 193 Hannoveraner, 143 Sachsen und 137 Württemberger. Der untersuchte Personenkreis ist nach einem vorgegebenen Muster einheitlich erfaßt. Nach Möglichkeit wurden in jedem Fall unter Angabe von Quellen festgestellt: Name, Rang, Stand, Familienherkunft, Konfession, Lebensdaten, Heirat, Adel der Ehefrau, Schwiegereltern, Eltern, beide Großelternpaare, Brüder und Söhne im Stabsoffiziersrang, Beförderungen, Abgang und als biographischer Abriß die Verwendung ab dem Rang als Stabsoffizier. Diese Erhebungen bieten die Möglichkeit einer vielfältigen Auswertung. Alle Kontingente und die Gesamtgruppe sind in Längsschnitten dargestellt, die die Ränge, Verwendungen, Konfession, Stand, landsmannschaftliche Herkunft, Ehe und Sozialherkommen auflisten, sowie die Standesübereinstimmungen und -unterschiede in der Ehe ermitteln. Offizier- und Beamtenberufe unter den Vorfahren werden im einzelnen aufgegliedert, Quotienten der gesellschaftlichen Verschiebung zwischen den Generationen errechnet. Schließlich folgen für die größeren Kontingente jeweils vier ausgewählte Querschnitte, die Rang, Verwendung und Standesermittlung gegenüberstellen. Die Entwicklungen der Standesverhältnisse sind zudem graphisch verdeutlicht, die wichtigsten Auswertungen in einen Prozentvergleich gebracht. Ein abschließender knapper Textteil faßt die Ergebnisse zusammen und bietet sechs weitere tabellarische Übersichten. Den Erhebungen der einzelnen Kontingente wie dem Gesamtwerk stehen kurze militärhistorische Einleitungen voran. Der Benutzung dient ein umfangreiches Register und Literaturverzeichnis. Insgesamt 210 Portraitbilder illustrieren exemplarisch den vorgestellten Personenkreis.