Biblio - Verlagsverzeichnis 1998
ISBN 3-7648-2466-2 pro Band DM 160,-
Das Gesamtwerk ist chronologisch geordnet. Band 1 umfaßt die im Zeitraum von 1808 bis 1895 zum k.(u.)k. Admiral ernannten Personen. Zwei weitere Bände komplettieren das Werk bis über den Untergang der Habsburger-Monarchie hinaus.
Österreich ist heute ein Binnenstaat. Das war nicht immer so. Unter den Habsburgern gehörten große Teile der Adriaküste zu Österreich-Ungarn. Die Donau-Monarchie hat daher auch eine Kriegsmarine unterhalten. Diese stand, der geographisch-strategischen Lage des habsburgischen Staatswesens entsprechend, freilich im Schatten der Landarmee und ist heute weitgehend vergessen. Sehr zu Unrecht, denn aus ihr ging mit Wilhelm von Tegetthoff einer der bedeutendsten Admirale des 19. Jahrhunderts hervor, der auf Grund seines Sieges bei Lissa (1866) in einem Atemzuge mit Nelson und Farragut genannt wird. Bis zum erzwungenen Ausscheiden Österreichs aus dem Deutschen Bund im Jahr 1866 vertrat di k.u.k. Marine auch die maritimen Interessen Gesamt-Deutschlands, was sich vor allem in der spektakulären Weltumsegelung der Fregatte ,,Novara" (1857/59) manifestierte, deren wissenschaftlicher Auftrag von keinem Geringeren als Alexander von Humboldt stammte. Auch der spätere Reichsverweser von Ungarn (1920-1944), Nikolaus von Horthy, war k.u.k. Admiral. Daneben haben zahlreiche andere Admirale in Krieg und Frieden das Gesicht der österreichisch-ungarischen Marine geprägt und ihr im In- und Ausland Ansehen, ja oft Hochachtung erworben.
> MARS - JAHRBUCH FÜR WEHRPOLITIK UND MILITÄRWESEN, 3/4