Neudrucke nach Erstausgaben und Erstveröffentlichungen nach Manuskripten. Herausgegeben von Hans Bleckwenn. Kart.
ISBN 3-7648-0864-0Die auf den folgenden Seiten angezeigten Hefte sind lieferbar. Weitere Hefte werden nicht mehr erscheinen.
Heft 1: List- und lustige Begebenheiten, derer Herrn Officiers auf Werbungen.
Neudruck der Ausgabe Rostock 1741. 16˚. VIII, 204 Seiten. Osnabrück 1971. Mit Einführung von H. Bleckwenn.
ISBN 3-7648-0810-1Das alte Büchlein schildert - verschlüsselt! - Vorfälle und Methoden bei den Auslands-”Werbungen” für die Riesengarde des Soldatenkönigs. Die Authentizität der berichteten Vorfälle konnten inzwischen an einem Beispiel nachgewiesen werden.
Heft 2: Kriegs- und Friedensbilder 1725-1759.
Kl. 8˚. VIII, 71 Seiten. Osnabrück 1971. Mit einer Einleitung von H. Bleckwenn.
ISBN 3-7648-0812-8Enthält:
1. Curriculum Vitae Militaris Dom. Neubauer. Mitgeteilt nach einer Handschrift der kgl. Bibliothek zu Berlin von Heinrich Weber. Neudruck der Ausgabe 1892. 45 Seiten.
2. Kriegs- und Friedensbilder aus den Jahren 1754-1759. Nach dem Tagebuch des Leutnants Jakob Friedrich von Lemcke (1738-1810). Herausgegeben von R. Walz. Neudruck der Ausgabe 1909. 25 Seiten.
In der ersten Schrift muss ein Kandidat der Theologie - zu lang gewachsen - unters Gewehr “bis der Walfisch den Jonam, welchen er verschlungen, wieder von sich geben” muss; so geschehen 1725. Der zweite, leider nur fragmentarische Druck schildert Leben, Streiche und Kriegsschicksale eines jungen Offiziers 1754-1759.
Heft 3: Historische Nachrichten von dem Koenigl. Preussisch. hoch-loeblichen Füsilier-Regiment des Herrn General-Major von Erlach.
Zusammengetragen von C. v. Geispitzheim. Neudruck der Ausgabe 1778/79. Kl. 8˚. VII, 42, 44 Seiten. Osnabrück 1971. Mit einer Einführung von H. Bleckwenn.
ISBN 3-7648-0813-6Ein Fähnrich schreibt die Geschichte seines Regiments 1733 bis 1779, - offensichtlich unter Verwendung des Regiments-Archivs und ohne Erlaubnis: Ein Jahr später entwich er nach Österreich.
Heft 4: Witzleben, A. von: Aus alten Parolebüchern der Berliner Garnison zur Zeit Friedrichs des Grossen.
Neudruck der Ausgabe Berlin 1851. Kl. 8˚. VIII, 89 S. Osnabrück 1971.
ISBN 3-7648-0814-4Das militärische Leben und Treiben der Jahre 1750/54 und 1780/83 bei dem berühmten Regiment “Forcade” (altpreuss. No. 23, Berlin) wird beleuchtet, - oft nicht ohne Komik.
Heft 5: Thürriegel, Johann Caspar v.: Der glückliche Bayerische Eisenamtmann, oder Merkwürdige Lebensgeschichte des berüchtigten Königl. Preussischen Generalmajors Herrn von Gschray.
Neudruck der Ausgabe Frankfurt und Leipzig 1766. Kl. 8˚. VI, 184 Seiten mit 2 Tafeln. Osnabrück 1974. Mit einer Einführung von H. Bleckwenn.
ISBN 3-7648-0815-2Dieser bösartige Bericht aus der militärischen Unterwelt des Siebenjährigen Krieges führt uns in ein Milieu, das durch Jahrhunderte die gleiche Lebenskraft bewiesen hat wie das zivile Gaunertum. Unter dem Druck langer aufreibender Kriegsjahre fanden diese Elemente vorübergehend auch in der preussischen Armee Eingang und zumal in den Freitruppen die Möglichkeit munteren Wirkens.
Heft 6: Hülsen, Carl Wilhelm von: Aus den Memoiren 1752 bis 1773.
(Herausgegeben von Helene Hülsen).
Neudruck der Ausgabe Berlin 1890. 16˚. X, 207 Seiten. Osnabrück 1974. Mit einer Einführung von P.-C. Marten.
ISBN 3-7648-0816-0Hülsen steht als Fahnenjunker und seit 1756 als Offizier bei einem ostpreussischen Regiment, das - nach allen vier Russenschlachten - 1759 bei Maxen gefangen wird. Im Gegensatz dazu schildert die abschliessende Auswahl aus seinen Verlobungsbriefen das Friedensleben der Offiziere in Königsberg um 1770.
Heft 7 bis 9 sind nur als geschlossene Gruppe lieferbar.
ISBN 3-7648-0817-9Heft 7: Briefe eines alten Preussischen Officiers verschiedene Charakterzüge Friedrichs des Einzigen betreffend.
Teil 1.
Neudruck der Ausgabe Hohenzollern 1790. Kl. 8˚. XVIII, 134 S. Osnabrück 1972. Mit einer Einführung von C. Jany und H. Bleckwenn.
Heft 8: Briefe eines alten Preussischen Officiers verschiedene Charakterzüge Friedrichs des Einzigen betreffend.
Teil 2.
Neudruck der Ausgabe Hohenzollern 1791. Kl. 8˚. VIII, 162 S. Osnabrück 1972.
Heft 9: Briefe eines Preussischen Feldpredigers verschiedene Charakterzüge Friedrichs des Einzigen betreffend und Schreiben des alten Preussischen Officiers an seinen Freund zur Erläuterung über die Genauigkeit seiner Nachrichten von Friedrich II. gegen einen Feldprediger
Neudruck der Ausgabe Potsdam/Hohenzollern 1791/92. Geb. in 1 Heft. VIII, 116 S. /62 S. Osnabrück 1972.
Der Verfasser der “Briefe eines alten Preussischen Officiers ...” war ein Major von Kaltenborn, der unter offenbar nicht ganz rühmlichen Umständen 1780 aus der Armee entlassen wurde. Er versteht es vorzüglich, unter dem Mantel ergebenen Lobes seiner Abneigung gegen den König Luft zu machen. Den Stoff für seine Briefe lieferte ihm eine etwa halbjährige Dienstzeit 1772 bei der Garde in Potsdam. Die Tendenz dieser “Briefe” fand sofort scharfen Widerspruch - vgl. Heft 9; sie sind aber allen “Antipreussen” bis heute ein ebenso unentbehrliches wie zweifelhaftes Hilfsmittel geblieben.
Feldprediger Ziesemer trat der Veröffentlichung v. Kaltenborns entgegen, der ihm alsbald antwortete.
Wer die muntere Kontroverse genossen hat, mag sich selbst ein Urteil bilden.
Heft 10-14:
Seyfarth, J. F.:
Vollständige Geschichte aller Königl. Preussischen Regimenter von ihrer Errichtung an bis auf die gegenwärtige Zeit
Mit Einführungen von H. Bleckwenn.
Heft 10: No. 3. Geschichte und Nachrichten von dem königl. preuss. Infanterieregimente Fürst Franz Adolph von Anhalt-Bernburg von der Zeit seiner Stiftung bis zum 18. Aug. des Jahres 1767
Neudruck der Ausgabe Halle 1767. Kl. 8˚. X, 276 S. Osnabrück 1974.
ISBN 3-7648-0820-9Heft 11: No. 19. Geschichte und Nachrichten von dem königl. preussischen Infanterie-Regimente Prinz Friedrich August von Braunschweig von der Zeit seiner Stiftung bis zum 1. April des Jahres 1767
Neudruck der Ausgabe Halle 1767. Kl. 8˚. VI, 188 S. Osnabrück 1975.
ISBN 3-7648-0821-7Heft 12: No. 36. Geschichte und Nachrichten von dem königl. preussischen Füsilier-Regimente von Kleist, von der Zeit seiner Stiftung bis zum 1. Juli des Jahres 1767
Neudruck der Ausgabe Halle 1767. Kl. 8˚. VIII, 112 S. Osnabrück 1977.
ISBN 3-7648-0822-5Heft 13: No. 41. Geschichte und Nachrichten von dem königl. preussischen Füsilier-Regimente von Lossow, von der Zeit seiner Stiftung bis zum 31. Dez. des Jahres 1766
Neudruck der Ausgabe Halle 1767. Kl. 8˚. X, 102 S. Osnabrück 1982.
ISBN 3-7648-0823-3Heft 14: No. 44. Geschichte und Nachrichten von dem königl. preussischen Füsilier-Regimente von Brietzke von der Zeit seiner Stiftung bis zum 28. Aug. des Jahres 1766.
Neudruck der Ausgabe Halle 1767. Kl. 8˚. IV, 74 Seiten. Osnabrück 1986.
ISBN 3-7648-0824-1Heft 15: vom Programm abgesetzt.
Heft 16: Morgenstern: Über Friedrich Wilhelm I.
Neudruck der Ausgabe 1793. Kl. 8˚. VI, 250 S. Osnabrück 1978. Mit einer Einführung von H. Bleckwenn.
ISBN 3-7648-0827-6Der Verfasser war Vorleser im Tabakskollegium des Soldatenkönigs und wird deshalb oft mit dem berüchtigten Gundling und anderen “Hofnarren” in einem Atem genannt. Seine hier vorgelegte Schrift widerlegt dieses Urteil ebenso wie seine gelegentliche Verwendung - auch noch unter Friedrich II. - zu aussenpolitischen Aufträgen, die durchaus auf der Grenze zwischen Diplomatie und Geheimdienst standen. Da er über diese Aufträge selbst leider nichts berichtet, fügen wir eine etwas eingehendere Biographie dieser eigenartigen und umstrittenen Persönlichkeit bei.
Heft 17: vom Programm abgesetzt.
Heft 18: Zeitgenössische Studien über die altpreussische Armee.
16˚. XIII, 45/III, 54 S. Osnabrück 1974. Mit einer Einführung von H. Bleckwenn.
ISBN 3-7648-0829-2Enthält: 1. Graf Kaunitz: Votum über das Militaire im Österreichischen Staatsrat. Nach einem Manuskript. XIII, 45 Seiten. / 2. Von Archenholtz: Gemälde der Preussischen Armee vor und in dem Siebenjährigen Kriege. Neudruck der Ausgabe Karlsruhe 1791. III, 54 Seiten.
Der österreichische Staatsmann Graf Kaunitz stellt das Militärsystem seines Landes und Preussens einander gegenüber und weist warnend auf ihre so unterschiedlichen Voraussetzungen hin. Dabei hat dieser Laie das Wesentliche besser erkannt als die militärischen Fachberater des Kaiserhauses. Vergeblich sagte er den Schaden voraus, den die Übernahme preussischer Formen für Österreich später bedeutet hat.
Als junger Offizier hat der Verfasser der zweiten Schrift - später weithin bekannt durch seine “Geschichte des Siebenjährigen Krieges in Deutschland” - die Feldzüge ab 1758 im berühmten Regiment “Forcade” (altpreuss. No. 23) mitgemacht.
Heft 19: Altpreussische Soldatenbriefe
Neudruck der Sammlungen Halle 1912, Berlin 1901 und Weimar 1807. Kl. 8˚. 134 S. Osnabrück 1982. Mit einer Einführung von H. Bleckwenn.
ISBN 3-7648-1093-9Allzu rasch wurde das überlieferte Bild altpreussischen Soldatenlebens bestimmt vom Zeugnis zum Dienst gepresster Ausländer oder jener Stadtbürger, die gerade diesen Stamm zum Teil zweifelhafter Elemente als “Diensttuer” ganzjährig vor Augen hatten, - mit ihrem rüden Ton, ihren Exzessen und Strafen. Denn die inländischen Kantonisten, auf denen im Kriege das Schicksal des Staates ruhte, waren im Frieden kaum ein Sechstel des Jahres bei der Fahne, und gerade dann stand die Truppe unter dem Druck der Königs-Manöver. So traten diese vorwiegend bäuerlichen Elemente im Leben der Garnisonstadt ebensowenig in Erscheinung, wie sie fähig und geneigt waren, ihre Erfahrungen und Gedanken für die Nachwelt schriftlich niederzulegen.
Ihren wenigen Briefen, die sich aus der Zeit des Siebenjährigen Krieges erhalten haben, kommt deshalb besondere Bedeutung zu: erst sie runden das Gesamtbild ab und entsprechen dabei auffallend dem Grundton des Dominicus-Berichtes (ehemals Heft 17 dieser Reihe), während sie zu den Belegen aus der Katastrophe 1806 stark kontrastieren.
Hefte 20 + 21: vom Programm abgesetzt.
Heft 22: Dreyer, J. F.: Leben und Taten eines preussischen Regiments-Tambours
Neudruck der Ausgabe Breslau 1810. 16˚. VI, 84 S. Osnabrück 1975. Mit einer Einführung von H. Bleckwenn.
ISBN 3-7648-0834-9“Eine Unterhaltung für Partisanen” lautet sehr aktuell der Untertitel der kleinen Schrift, - und das mit Recht: der gute Dreyer verstand es als preussischer “Freipartist” meisterhaft, den “kleinen Krieg” zu praktizieren im Rahmen jenes grossen, der Mitteleuropa ab 1756 sieben Jahre lang bewegte. Klugheit, List und Entschlossenheit führten ihn und seine Leute zum Erfolg.
Heft 23: Doering, W. v.: Erinnerungen aus meinem Leben 1791-1810
Nach einem Manuskript. 16˚. XII, 164 Seiten. Osnabrück 1975. Mit einer Einführung von H. Bleckwenn.
ISBN 3-7648-0835-7Ein vierzehnjähriger Junker marschiert bei der leichten Infanterie mit in die Katastrophe Altpreussens 1806. Lebendig schildert er uns die Zustände in der letzten Zeit dieses Heeres, die kurzen Kampfhandlungen - er wird bei Jena verwundet - und die anschliessende längere Gefangenschaft.
Heft 24: vom Programm abgesetzt.
Heft 25: Bräker, U.: Das Leben und die Abentheuer des armen Mannes im Tockenburg
Neudruck des militärischen Teils der Ausgabe Zürich 1788. III, 90 Seiten. Kl. 8˚. Osnabrück 1984. Mit einer Einführung von H. Eckert.
ISBN 3-7648-0837-3Die Erinnerungen des Schweizers Bräker beleuchten die damals den Militärdienst betreffenden altpreussischen Militärzustände: Der gepresste Ausländer erregt sich mit Recht über den ihm angetanenen Zwang. Aus der Erstausgabe wurden hier nur die Partien abgedruckt, die den preussischen Dienst des Schweizers betrafen.
Heft 26: vom Programm abgesetzt.
Heft 27: Altpreussische Militär-Poesie.
Mit Einführung und Anmerkungen von H. Bleckwenn. Kl. 8˚. Osnabrück 1975. Geb. in 1 Heft.
ISBN 3-7648-0995-71. Calendarium Potzdamense perpetuum. Neudruck der Ausgabe 1875.
2. Ode an die Preussische Armee. Neudruck der Ausgabe Berlin 1778.
3. C. D. Buhrmann: Der Feldzug des von Hackeschen Infanterie-Regiments. Neudruck der Ausgabe Stettin 1780.
4. Beyer: Spottgedicht aus dem Jahre 1804.
Ein Grenadier der Potsdamer Riesengarde - offenbar verhinderter Akademiker und Poet - schildert etwa 1730/35 in munteren Versen den Jahreslauf bei dieser Mustertruppe, die noch heute - unter Verkennung ihrer Voraussetzungen und Zwecke - ominös bekannt ist.
Das zweite Stück - dem Zug der Zeit folgend auf einen höheren Ton gestimmt - unterstreicht die heitere Ironie des ersten, während Buhrmann über der Poesie die trivialen Seiten eines Feldzuges nicht vergisst.
Die Verspottung eines fürstlich-feierlichen Aktes hatte 1804 für den Verfasser weitreichende Folgen.
Heft 28: vom Programm abgesetzt
Heft 29: Blankenburg, Friedrich von: Charakter und Lebensgeschichte des Herrn von Seydlitz, Preussischen Generals der Kavallerie.
Neudruck der Ausgabe Leipzig 1797. Mit einer Einführung von H. Eckert. 8˚. Einführung und 96 S. mit Porträt. Osnabrück 1988.
ISBN 3-7648-1099-8Der Verfasser war anscheinend junger Offizier im Regiment oder zumindest in der Inspektion des Generals, so dass das Schwergewicht der Biographie in Mitteilungen aus der Zeit nach dem Siebenjährigen Kriege liegt; aber auch für frühere Zeit wurden Nachrichten von Augenzeugen herangezogen, z. B. von Hohenstock. Die kleine Schrift ist ein wesentlicher und wertvoller Beitrag zur Kenntnis des Menschen Seydlitz, der ebenso anziehend war wie der General erfolgreich. Die Einführung bringt Forschungsergebnisse, die erheblich über die bisher erschienenen Biographien hinausgehen.
siehe auch: RICHTER
Heft 30: Rangirrolle, Listen und Extracte von ... des General Lieut. von Saldern Infanterie Regiment Anno 1771.
Nach einem Manuskript der Zeit. 8˚. X, 54, 69 S. Osnabrück 1986. Mit einer Einführung von W. Hanne und einem Vorwort von H. Bleckwenn.
ISBN 3-7648-1100-5Aus den im Titel genannten Elementen, die zum Dienst und besonders für die Besichtigung des Regiments durch den König festzuhalten waren, sind allmählich jene Regimentsgeschichten entstanden, die in den Armeen der deutschen Teilstaaten und noch über deren Auflösung 1918 hinaus für fast alle Truppenteile erschienen sind. Derart frühe Originale sind nach dem Verlust des Heeresarchivs Potsdam sehr selten und - über ihre spezielle regimentsgeschichtliche Bedeutung hinaus - beispielhaft für eine ganze Spezies von Truppenakten des 18. Jahrhunderts.
Heft 31-40:
Die Preussischen Reglements von 1743.
Jedes Reglement in 2 Heften.
Mit der Herausgabe seiner beiden altpreussischen Reihen verband der Verlag die Absicht, weiterführende Studien - auch individuell zu unterstützen. Dass durch diesen Impuls geweckte Interesse erwies sich inzwischen als so stark, dass wir diese Kontakte sachlich fundieren und erleichtern möchten durch die Herausgabe der alten Reglements-Serie von 1743. Dank der wiederum bewährten Hilfe der Bibliotheken in Wien (Kriegsarchiv), Berlin (Geheimes Staatsarchiv) und Rastatt (Wehrgeschichtliches Museum) konnte der Bestand eigener Erstausgaben ergänzt werden; die Existenz eines besonderen Reglements für die Garnison-Infanterie (Unikat in Wien) wird manchem unbekannt gewesen sein.
Die Serie ist klassisches Dokument der preussischen Geschichte wie der Militärgeschichte überhaupt, - einer späteren generellen Würdigung wert, so dass der Herausgeber auf spezielle Einführungen verzichtet hat. Zunächst soll das Dokument selbst sprechen.
Heft 31/32:
Reglement Vor die Königl. Preussische Infanterie.
Worin enthalten Die Evolutions, das Manual und die Chargirung, Und wie der Dienst im Felde und in der Garnison geschehen soll, Auch Wornach die sämtliche Officiers sich sonst zu verhalten haben. Desgleichen Wie viel an Tractament bezahlet und davon abgezogen wird, auch wie die Mundirung gemachet werden soll. Ordnung halber In XII Teile, ein jeder Theil in gewisse Tituls, ein jeder Titul in gewisse Articles abgefasset.
Neudruck der Ausgabe Berlin 1743. 16˚.XII, 684 S. 3 Faltkart. Osnabrück 1976.
ISBN 3-7648-1086-6Heft 33/34:
Reglement Vor die Königl. Preussische Garnison Regimenter Infanterie.
Worinnen enthalten Die Evolutions, das Manual und die Chargirung, Und Wie der Dienst in der Garnison geschehen soll, Auch Wornach die sämtliche Officiers sich sonst zu verhalten haben. Desgleichen Wie viel an Tractament bezahlet und davon abgezogen wird, auch wie die Mundirung gemachet werden soll.
Ordnung halber In XI Theile, ein jeder Theil in gewisse Tituls, ein jeder Titul in gewisse Articles abgefasset.
Neudruck der Ausgabe Berlin 1743. 16˚. XII, 456, 2, 20 S. 1 Falttab. Osnabrück 1976.
ISBN 3-7648-1087-4Heft 35/36:
Reglement Vor Die Königl. Preussische Cavallerie-Regimenter.
Worinnen enthalten: Die Evolutions zu Pferde und zu Fuss, das Manual und die Chargirung, Und Wie der Dienst im Felde und in der Garnison geschehen soll, Auch Wornach die sämtlichen Officiers sich zu verhalten haben. Desgleichen Wie viel an Tractament bezahlet und davon abgezogen wird, auch wie die Mondirung gemacht werden soll. Ordnung halber in IX Theile, ein jeder Theil in gewisse Tituls, und ein jeder Titul in gewisse Articuls abgefasset.
Neudruck der Ausgabe Berlin 1743. 16˚. XX, 232, 112, 110 S. 2 Falttab. Osnabrück 1976.
ISBN 3-7648-1088-2Heft 37/38:
Reglement Vor Die Königl. Preussische Dragoner-Regimenter.
Worin enthalten Die Evolutions zu Pferde und zu Fuss, das Manual und die Chargirung, Und Wie der Dienst im Felde und in der Guarnison geschehen soll; Auch Wornach die sämtliche Officiers sich zu verhalten haben. Desgleichen Wie viel an Tractment bezahlet und davon abgezogen wird, auch wie die Mundirung gemachet werden soll.
Ordnung halber In X Theile, ein jeder Theil in gewisse Tituls, und ein jeder Titul in gewisse Articuls abgefasset.
Neudruck der Ausgabe Berlin 1743. 16˚. XX, 575, 4, 6, 19 S. 2 Falttab. Osnabrück 1976.
ISBN 3-7648-1089-0Heft 39/40:
Reglement Vor Die Königl. Preussische Husaren-Regimenter.
Worin enthalten Die Evolutions zu Pferde und zu Fuss, und die Chargirung, Und wie der Dienst im Felde und in der Guarnison geschehen soll; Auch Wornach die sämtliche Officiers sich zu verhalten haben. Desgleichen Wie viel an Tractament bezahlet auch die Mundirung gemachet werden soll. Ordnung halber In VII Theile ein jeder Theil in gewisse Tituls, und ein jeder Titul in gewisse Articles abgefasset.
Neudruck der Ausgabe Berlin 1743. 16˚. XXIV, 379, 11 S. 4 Faltkart. Osnabrück 1976.
ISBN 3-7648-1090-4Heft 41: Zur Ausbildung und Taktik der Artillerie.
XII, 118 S., 14 Taf. 8˚. Osnabrück 1982.
ISBN 3-7648-1101-3Enthält:
Einführung von H. Bleckwenn
1. Vorlesung, So denen gemeinen Canoniers zu Berlin von ihren Officiers in dem Zeughaus allda anno 1772 ist gehalten worden.
2. Das Exerciren mit dem Batterie-Geschütz ... 1804, gezeichnet und gestochen von Artillerie-Unteroffizier Gleim, herausgegeben von Generalleutnant von Meerkatz, General-Inspekteur der Artillerie.
3. Preussisches Exercitium für Zwölfpfündige Canonen, Haubitzen und Mörser.
4. Anweisung wie sich die Mannschaft bei denen zehnpfündigen Haubitzen bei dem Auf- und Abprotzen, auf dem Marsch und in der Aktion zu verhalten hat.
5. Das Exerciren mit dem Feld-Geschütz herausgegeben Anno 1804 von Herrn von Meerkatz, gezeichnet und gestochen von Gleim.
6. Zur Handhabung der Geschütze bei der friderizianischen Feldartillerie von H. Bleckwenn. (Ergänzter Abdruck aus “Zeitschrift für Heereskunde”, 1965).
Da es ein offizielles gedrucktes Reglement für die Waffe nicht gegeben hat, ist man für die Kenntnis des eigentlichen Dienstbetriebes auf “Collegien” angewiesen, also Unterrichtsnachschriften, die jedoch jetzt im Original meist verloren sind. Immerhin umreisst Stück 1 das Wissen, das vom einfachen Kanonier gefordert wurde; Stück 2 ist Unikat in sachlicher wie antiquarischer Hinsicht: kein weiteres Exemplar ist bekannt, und ein evtl. vorhandener Text - vgl. Malinowski-Bonin, Geschichte der brandenburgisch-preussischen Artillerie, Bd. II, S. 661 - lässt sich nicht mehr nachweisen. Deshalb erlaubt sich der Herausgeber, eine ältere Arbeit zur Erläuterung erneut in ergänzter Form vorzulegen.
Heft 42: Müller, Johann Conrad: Der wohl exercirte Preussische Soldat oder vollständige Preussische Manuale ...
Neudruck der Ausgabe (Schaffhausen 1759). Mit einer Einführung von H. Eckert. Kl. 8˚. 140 S. (mit Tafeln). Osnabrück 1978.
ISBN 3-7648-1102-1Der alte äusserst seltene Druck wurde bereits im Band “Handfeuerwaffen” der Reihe ,,Das Altpreussische Heer ...” als Anlage veröffentlicht. Er wird hier erneut separat vorgelegt, weil in Preussen trotz - oder gerade wegen? - der Bedeutung einer raschen und exakten Handhabung des Füsils Bildbelege für diese Praxis äusserst rar sind. Neben einigen nachempfundenen englischen Stichen ist das Exerzierbüchlein des ehemals Potsdamer Unteroffiziers Müller der einzige entsprechende Druck. Er legte in ihm nieder, was er als Freifähnrich seiner Heimatstadt Schaffhausen für die dortige Miliz nützlich erachtete.
Genauso interessant ist aber sein Lebensschicksal, dem H. Eckert im Schaffhausener Archiv nachging, mit Ergebnissen auch genereller Art für die Problematik der preussischen Auslandswerbung.
Heft 43: Haller, Fr. Ludwig: Leben des Herrn Robert Scipio von Lentulus, weiland Generalleutnant in Königl. Preussischen Diensten und der Bernerischen Völker.
Neudruck der Ausgabe (Berlin 1805). XV, VI, 133 S. 16˚. Osnabrück 1982. Mit Einführung von H. Eckert.
ISBN 3-7648-1104-8“Ich liebe die Schweizer und zumal die Regierung in Bern; es ist Würde in allem, was die Regierung in Bern tut ...” meinte Friedrich der Grosse. Die Rolle Berns als Sachwalter preussischer Rechte in Neuchatel mag dazu ebenso beigetragen haben wie die Auszeichnung, mit der die - wenigen - Schweizer Offiziere in Friedrichs Heer dienten. Zu ihnen gehörte Lentulus, - aus Berner Patriziat, und als Soldat wie als Mensch gleich interessant: denn wer bereiste schon 1740 Vorderasien bis ans Rote Meer, genoss persönliche Freundschaft Friedrichs und hohe militärische Ehren in zwei Heeren zugleich?
Lassen wir den Hauptmann Haller sprechen, - und Herrn Dr. Eckert als Spezialisten für die Biographica altpreussischer Militärs.
Heft 44: Unterricht für die Königl. Preussische Infanterie im Dienste der Garnison, auf Werbung und im Felde.
Neudruck der neuen Auflage (Berlin 1805). X, XII, 220 S. 16˚. Osnabrück 1982. Mit einer Einführung von H. Bleckwenn.
ISBN 3-7648-1105-6Die kleine Schrift gibt in erster Linie praktische Anweisungen für den Dienst des Unteroffiziers, - sozusagen in allen Lebenslagen. Dabei kommen interessante Einzelheiten zur Sprache, von denen wir entweder heute nichts mehr ahnen, oder aber in denen wir lächelnd noch heute geübte Militärpraxis schon vorweggenommen sehen. Wer je selbst für einen Kammerbestand, für einen Transport oder für eine Korporalschaft im Lager verantwortlich war - hier sieht er die gleichen Nöte in der Beleuchtung des 18. Jahrhunderts. Vergangene Probleme - wie etwa Werbung und Verhütung der Desertion - sind heute jedoch zum Verständnis jener Zeit noch immer wesentlich.