Herausgegeben von Dermot Bradley. Format 21,5x15,5 cm. Kart.
ISBN 3-7648-1481-0Band 1: Mahrad, Ahmad
Zum Verhältnis zwischen Iran und der Sowjet-Union. Mit ausführlichen Rezensionen der neueren Literatur, einem Personen- und Sachregister, einem Dokumenten- und Bildanhang sowie einem englischen Summary. IV, 270 S. mit Abb. Osnabrück 1986.
ISBN 3-7648-1476-4Objektive Forschungen über die iranische Geschichte bzw. politologische Untersuchungen zur iranischen Aussenpolitik - speziell zum sowjetisch-iranischen Verhältnis - wurden in neuerer Zeit in Iran kaum betrieben. Auch westliche Forschungsinstitutionen haben - von einigen Ausnahmen abgesehen - es versäumt, die Beziehungen zwischen Iran und dem wichtigsten Nachbarn systematisch zu untersuchen.
Demgegenüber liegen viele tendenziöse Abhandlungen sowjetischer und iranischer Autoren - die letzteren vorwiegend aus der prosowjetischen Tudeh-Partei - zum sowjetisch-iranischen Verhältnis sowie zur iranischen Innen- und Aussenpolitik vor. Dies hatte zur Folge, dass iranische Intellektuelle ihre Informationen über die jüngere iranische Geschichte fast nur aus diesen Quellen beziehen konnten. Die vorliegende Publikation ist als Beitrag zu verstehen, die sowjetische Aussenpolitik kritisch zu beleuchten: Es werden einerseits die sowjetische Einflussnahme auf die iranische Aussen- und Innenpolitik und andererseits auch die Rolle aufgezeigt, die die Tudeh-Partei dabei spielt. Ferner wird ein Überblick über die nachrevolutionäre Tudeh-Partei-Presse in Iran gegeben mit einem kommentierten Verzeichnis persischsprachiger Publikationen über die sowjetisch-iranischen Beziehungen, wobei auch einige vom Schah-Regime herausgegebene Veröffentlichungen über die kommunistische Bewegung in Iran vorgestellt werden, weil diese von der Mehrzahl der iranischen Intellektuellen bisher nicht zur Kenntnis genommen worden sind. Den Abschluss der Arbeit bildet eine Dokumentensammlung wichtiger Verträge, u. a. das deutsch-russische Abkommen über Persien von 1911, die Neutralitäts- und Handelsabkommen zwischen der Sowjetunion und Iran sowie der Bündnisvertrag zwischen Iran, der Sowjetunion und Grossbritannien von 1941.
Band 2: Tschiang Wei-kuo
Der chinesisch-japanische Krieg 1937-1945. Wie mein Vater Tschiang Kaischek die Japaner besiegte. VII, 129 S. mit 29 Abb. und 11 Karten. Osnabrück 1986.
ISBN 3-7648-1477-2Band 4: Schwalm, Hansjörg
Die Rolle des indischen Kriegswesen vor und während der Herrschaft Chandraguptas und seines Ministers Kautalya. 257 S. und 9 Taf. Osnabrück 1986.
ISBN 3-7648-1482-9Die Zeit kurz vor und während der Herrschaft Chandraguptas, des ersten Herrschers der Manrya-Dynastie umfasst den Zug Alexanders des Grossen über den Indus und den Beginn der erstmaligen staatlichen Vereinigung des Grossteils des indischen Subkontinents. Für die geschichtlichen Traditionen des modernen Indien (Bharat) ist diese Epoche von besonderer Bedeutung. Das Buch stellt die Gliederung und Aufgabenstellung altindischer Streitkräfte dar. Es erläutert die Organisation, die Bewaffnung, Ausbildung, Versorgung und Infrastruktur der Armeen, wie sie sich aus der Historiographie zum Alexanderzug und damit aus der Sicht der europäischen Gegner der Inder ergibt. Zugleich werden die Aussagen und Feststellungen mit den militärwissenschaftlichen Ausführungen im Staatslehrbuch (Artashastra) des Brahmanen Kautalya verglichen. Dieser gilt als wahrscheinlich zeitgenössischer Darsteller politischer, wirtschaftlicher und vor allem auch militärischer Verhältnisse und Theorien. Unter kritischer Quellenanalyse wird ein Bild der altindischen Heere entwickelt, welches deren Strukturen, Ziele und Operationsweisen, aber auch die sozialen und politischen Bedingungen der Streitkräfte und ihrer Angehörigen bis in Einzelheiten wiedergibt. Für eine umfassende Information - auch zu Details - über altindische Militär- und Kriegskunst stellt das Buch eine nicht verzichtbare Quelle dar. Es vermittelt zugleich ein Bild von den Schlachten des 4. und 3. Jahrhunderts v. Chr. auf dem Subkontinent unter Einsatz von Kriegselefanten aber auch von Spionage, Attentaten und Sabotage. Es dokumentiert damit den Stand des Militärwesens und der Militärwissenschaft im alten Indien und prüft die Berechtigung der Berufung der heutigen bewaffneten Macht Indiens auf diese Epoche als Teil ihrer militärischen Traditionen.