Die deutsche Feldpostübersicht 1939-1945. Vollständiges Verzeichnis der Feldpostnummern in numerischer Folge und deren Aufschlüsselung. Bearbeitet nach den im Bundesarchiv- Militärarchiv vorhandenen Unterlagen des Heeresfeldpostmeisters. 3 Bände. Lex. 8˚. XXII, 429 / XII, 415 / XII, 325 S. Osnabrück 1980-1982. Geb.
ISBN 3-7648-1183-8Der Teil II der Feldpostübersicht war während des Krieges “Geheime Kommandosache”, da er für den Stab und jede Einheit bis hin zur kleinsten selbständigen Dienststelle bei Einsatz ausserhalb der Reichsgrenze die offene Bezeichnung zur Feldpostnummer angab. Denn der Sinn der Feldpostnummern war es geheimzuhalten, welche Verbände zum Fronteinsatz gelangten. Nur in der Heimat wurden die offenen Bezeichnungen verwendet. Etwa halbjährlich musste dieser Teil II der Feldpostübersicht wegen der zahlreichen Veränderungen neu herausgegeben werden. Ausser dem Urdruck bei der Mobilmachung erschienen deshalb bis Kriegsende 11 Neudrucke. Die älteren Fassungen wären heute verloren, wenn nicht bei einer Dienststelle, der Wehrkreisbriefstelle VII, die strenge Vorschrift zur Vernichtung der jeweils vorangehenden Fassungen durch Anfertigung einer Abschrift umgangen worden wäre. Diese Abschrift (= Urdruck und Neudruck 1-8) ist erhalten geblieben. Die restlichen drei Neudrucke sind im Original überliefert.
Zwar hat sich die Zahl der Feldpostnummern von etwa 40 000 in den ersten beiden Kriegsjahren nur auf annähernd 70 000 bis Kriegende verdoppelt. Da jedoch viele Verbände aufgelöst oder aufgerieben waren, so dass deren Feldpostnummern gelöscht, nach einiger Zeit aber neu vergeben wurden, ist in der Regel mit einer zwei- bis dreifachen Besetzung jeder Nummer zu rechnen.
So waren - durch Vergleich aller 12 Ausgaben - insgesamt rund 150 000 Feldpostnummern zu entschlüsseln, wobei der Zeitraum der Gültigkeit jeder Nummer genau abzugrenzen war. Entstanden ist so ein Nachschlagewerk, das durch die Feldpostnummern zuverlässig Auskunft gibt über alle Gliederungen der drei Wehrmachtsteile, der Waffen-SS, der Organisation Todt, des Reichsarbeitsdienstes, des Zollgrenzschutzes der Ordnungs- und Sicherheitspolizei sowie der Technischen Nothilfe. Vereinzelt sind auch die Verbündeten einbezogen, wenn deren Formationen an die deutsche Feldpost angeschlossen waren. Bedingt durch den Verlust oder die Lückenhaftigkeit anderer Unterlagen bietet unsere Bearbeitung in einzigartiger Weise einen Überblick über Aufstellung, Gliederung, Umgliederung und Umbenennung sowie Auflösung aller mobilen deutschen Streitkräfte im Zweiten Weltkrieg und die wesentlichen Teile des Wehrmachtsgefolges.