Die Sprache des deutschen Heeres. 236 Seiten. Osnabrück 1989. Geb.
ISBN 3-7648-1757-7Diese Neuveröffentlichung greift ein Thema auf, dessen Bedeutung man nicht hoch genug veranschlagen kann. Wenn es schon bei Juristen, Medizinern, Geschäftsleuten oder Übersetzern auf die genaue Formulierung ihrer Verlautbarungen ankommt, um wieviel wichtiger ist die richtige Diktion beim militärischen Schriftwechsel und insbesondere bei der Befehlsgebung, wo es um Leben und Tod geht. Der Verfasser hat aufgrund seiner reichen dienstlichen Erfahrungen und seiner langjährigen Beschäftigung mit der deutschen Heeressprache zunächst deren geschichtliche Entwicklung gestreift, um dann ausführlich über unsere Situation in der Neuzeit zu berichten. Anhand mustergültiger Lösungen in der jüngsten Vergangenheit wird die notwendige Übereinstimmung militärischer Konzeptionen mit der genau entsprechenden Sprache dargestellt und als permanente Aufgabe auch für die Zukunft herausgestellt. Frappant wie der aussergewöhnliche Inhalt ist der eigenwillige Stil des Verfassers, der infolge der “Verfremdung” mancher Aussage zum Nachdenken zwingt und so um so aufrüttelnder wirkt.